HP-Hanauer Pflegedienst GmbH

Muammer Schneider, Facharzt für Allgemeinmedizin / Palliativmedizin
Geschäftsführer
Kanaltorplatz 7, 63450 Hanau
Tel.: 06181 / 21 0 26, Fax: 06181 / 25 88 71, eMail: leitung@hanauer-pflegedienst.de

Grundpflege

Die körperliche Pflege orientiert sich an den persönlichen Gewohnheiten des Pflegebedürftigen. Die Intimsphäre ist zu schützen und der Zeitpunkt der Körperpflege ist mit dem Pflegebedürftigen und seinem sozialen Umfeld abzustimmen. Die Pflegekraft unterstützt den selbstverständlichen Umgang mit dem Thema „ Ausscheiden/Ausscheidungen“. Die Hilfen bei den Verrichtungen dienen zugleich der Vorbeugung von Sekundärerkrankungen.

Die Körperpflege

Die Körperpflege umfasst im einzelnen:

  • Waschen, Duschen und Baden: Hierunter fällt das Waschen des Körpers, entweder unter der Dusche, in der Badewanne, am Waschbecken oder auch im Bett. Zum Waschvorgang gehören die erforderliche Vorbereitungen (z.B. das Zurechtlegen der erforderlichen Utensilien wie Seife, Handtuch, das Einlassen des Badewassers sowie das Bedienen der Armaturen), der Waschvorgang selbst sowie das Abtrocknen und Eincremen des Körpers.
  • Zahnpflege: Zur Zahnpflege zählen die Vorbereitung (z.B. das Öffnen und Schließen der Zahnpastatube einschließlich der Dosierung der Zahnpasta und Füllen des Wasserglases), der Putzvorgang einschließlich der Mundpflege sowie die Reinigung von Zahnersatz.
  • Kämmen: Dies umfasst das Kämmen und Bürsten der Haare entsprechend der individuellen Frisur. Das Legen von Frisuren (z.B. Dauerwelle) oder das Haarwaschen und -schneiden können nicht berücksichtigt werden. Eine Ausnahme kann dann vorliegen, wenn durch Erkrankungen oder durch deren Folgen regelmäßige Haarwäsche erforderlich ist. Trägt der Pflegebedürftige ein Toupet oder eine Perücke, so gehört zum Hilfebedarf das Kämmen und Aufsetzen des Haarteils.
  • Rasieren: Rasieren beinhaltet wahlweise die Trocken- oder Nassrasur einschließlich der notwendigen Hautpflege. Bei Frauen wird hier die Gesichtspflege- mit Ausnahme des Schminkens berücksichtigt.
  • Darm- und Blasenentleerung: Hierzu gehören die Kontrolle des Harn- und Stuhlganges, die Reinigung und Versorgung von künstlich geschaffenen Ausgänge sowie die notwendigen Handgriffe bei dem Hygienevorgang, das Richten der Kleidung vor und nach dem Gang zur Toilette, die Intimhygiene wie das Säubern nach dem Wasserlassen und dem Stuhlgang sowie das Entleeren und Säubern eines Toilettenstuhls bzw. eines Steckbeckens. Ebenso zählen das Anlegen bzw. wechseln von Windeln dazu.

Die Ernährung

  • Mundgerechte Nahrungszubereitung: Hierzu zählen die Tätigkeiten, die zur unmittelbaren Vorbereitung dienen, wie die portionsgerechte Vorgabe, das Zerkleinern der zubereiteten Nahrungsmittel, z.B. das mundgerechte Zubereiten bereits belegter Brote, ebenso die notwendige Kontrolle der richtigen Essenstemperatur. Hierzu zählt nicht das Kochen oder das Eindecken des Tisches. Die Zubereitung von Diäten ist beim „Kochen“ zu berücksichtigen.
  • Nahrungsaufnahme: Hierunter fallen die Nahrungsaufnahme in jeder Form (fest, flüssig) sowie eine ggf. erforderliche Sondenernährung und die Verwendung bzw. der Umgang mit dem Essbesteck oder anderer geeigneter Geräte, um die Nahrung zum Mund zu führen, zu kauen und zu schlucken.

Die Mobilität

Ziel der Mobilität ist u.a. die Förderung der Beweglichkeit in der häuslichen Umgebung. Dazu gehört auch die Förderung einer sicheren Umgebung durch eine regelmäßige Überprüfung des Wohnumfeldes in bezug auf erforderliche Veräderungen (z.B. Haltegriffe) und eine gezielte Beobachtung des Pflegebedürftigen in seiner Umgebung. Unter dem Sicherheitsaspekt ist ggf. eine Beratung über Vorkehrungen für Notfälle und ihren Einsatz (z.B. Notrufsystem, Schlüsseldepot) erforderlich. Die Anwendung angemessener Hilfsmittel erleichtert den Umgang mit Bewegungsdefiziten.

Beim Aufstehen und Zubettgehen sind Schlafgewohnheiten, Ruhebedürfnisse und evtl. Störungen angemessen solange wie möglich zu erhalten. Die Angehörigen sind auf fachgerechte und schlafstörungsarme Lagerung hinzuweisen. Die Hilfen bei den Verrichtungen dienen zugleich der Vorbeugung von Sekundärerkrankungen.

  • Aufstehen/Zu-Bett-Gehen: Das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen umfasst die eigenständige Entscheidung, zeitgerecht das Bett aufzusuchen bzw. zu verlassen. Hierunter fällt auch das alleinige Umlagern von bettlägerigen Pflegebedürftigen. Fällt das Umlagern in Verbindung mit anderen Verrichtungen an, so erfolgt die Zuordnung bei der jeweiligen Verrichtung.
  • An- und Auskleiden: Das An- und Auskleiden beinhaltet neben notwendigen Handgriffen (z.B. das Öffnen und Schließen von Verschlüssen, das Auf- und Zuknöpfen sowie das An- und Ausziehen von Kleidungsstücken/Schuhen), die Auswahl der Kleidungsstücke entsprechend Jahreszeit und Witterung, die Entnahme der Kleidung aus ihrem normalen Aufbewahrungsort (Kommode oder Schrank) sowie die Überprüfung der Kleidung. Hier- unter fällt auch das Anlegen von Prothesen oder Hilfsmitteln.
  • Gehen/Stehen und Treppensteigen: Das Gehen, Stehen und Treppensteigen ist nur dann maßgebend, wenn es im Zusammenhang mit den genannten Verrichtungen der Körperpflege und der Ernährung erforderlich wird. Unter Gehen ist hier das Bewegen innerhalb der Wohnung (z.B. zum Waschen/Duschen/Baden oder zur Toilettennutzung) zu verstehen. Bei Rollstuhlfahren fällt hierunter der Hilfebedarf, der durch die Benutzung eines Rollstuhls erforderlich wird. Zum Stehen gehört nicht nur, diese Körperhaltung zu erreichen (Aufstehen), sondern diese auch über einen längeren Zeitraum zu bewahren. Das Treppensteigen beinhaltet das notwendige Überwinden von Stufen innerhalb der Wohnung. Das Gehen und Treppensteigen im Zusammenhang mit de hauswirtschaftlichen Versorgung ist als Hilfebedarf bei der Hauswirtschaft zu berücksichtigen.
  • Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung: Das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung ist maßgebend, wenn es im Zusammen hang mit Verrichtungen erforderlich wird, die für die Aufrechterhaltung der Lebensführung zu Hause unumgänglich sind und das persönliche Erscheinen des Pflegebedürftigen notwendig machen. Hierzu zählt das Aufsuchen von Ärzten, Inanspruchnahme ärztlich veranlasster Therapien, Apotheken und Behörden. Die Aufenthaltszeiten (z.B. Wartezeiten beim Arzt) bleiben unberücksichtigt. Das Verlassen/Wiederaufsuchen der Wohnung im Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten (z.B. Spaziergänge, Besuche von kulturellen Veranstaltungen) sowie das Aufsuchen von Kindergärten, Schulen, Arbeitsplätzen oder Behindertenwerkstätten bleibt ebenfalls unberücksichtigt.

Die hauswirtschaftliche Versorgung:

Ziel der hauswirtschaftlichen Versorgung ist die Förderung der Fähigkeit zur Selbstversorgung in einer hygienegerechten Umgebung.

Verrichtung der hauswirtschaftlichen Versorgung finden nur insoweit Berücksichtigung, wie sie sich auf die Versorgung des Pflegebedürftigen selbst beziehen. Die Versorgung möglicher weiterer Familienangehöriger bleibt unberücksichtigt.

Für unten aufgeführte Tätigkeiten helfen wir gerne, eine Reinigungskraft zu organisieren.

Die hauswirtschaftliche Versorgung umfasst im einzelnen:

  • Das Einkaufen der Gegenstände des täglichen Bedarfs
  • Das Kochen, einschließlich der Vor- und Zubereitung der Bestandteile der Mahlzeiten
  • Reinigung der Wohnung in bezug auf den allgemein üblichen Lebensbereich des Pflegebedürftigen
  • Das spülen einschließlich der Reinigung des Spülbeckens
  • Das Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung; dies beinhaltet die Pflege der Wäsche und Kleidung
  • Das Beheizen der Wohnung einschließlich der Beschaffung und Entsorgung des Heizmaterials in der häuslichen Umgebung

Pflegerische Betreuungsleistung

Die pflegerischen Betreuungsmaßnahmen werden neben den körperbezogenen Pflegemaßnahmen erbracht.

Sie umfassen die Unterstützung der Pflegebedürftigen oder seine Familienangehörigen.Unterstützungsleistungen zur Bewältigung des alltäglichen Lebens im häuslichen Umfeld,

  • bei der Bewältigung psychosozialer Problemlagen
  • bei der Bewältigung der Gefährdung
  • bei der Orientierung
  • bei der Tagesstrukturierung
  • bei der Kommunikation
  • bei der Aufrechterhaltung der sozialer Kontakte

Zum Beispiel:

Begleitung:

Unterstützung von Aktivitäten im häuslichen Umfeld, die dem Zweck der Kommunikation und der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte dienen,

  • Bewältigung des alltäglichen Lebens im häuslichen Umfeld
  • Spaziergänge
  • insbesondere bei der Bewältigung psychosozialer Problemlagen oder Gefährdung
  • bei der Orientierung, bei der Tagesstrukturierung, bei der Kommunikation, bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, bei der bedürfnisgerechten Beschäftigung im Alltag

Beaufsictigung:

  • Anwesenheit zur Beobachtung des Pflegebedürftigen zur Vermeidung einer Selbst- und Fremdgefährdung
  • bloße Anwesenheit um emotionale Sicherheit zu geben

Beschäftigung:

  • Unterstützung bei der Gestaltung des häuslichen Alltags
  • Hilfe zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur
  • Hilfen zur Durchführung bedürfnisgerechten Beschäftigungen
  • Unterstützung zur Einhaltung eines bedürfnisgerechten Tag/Nacht-Rhyhmus, Unterstützung bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung
  • Maßnahmen zur kognitiven Aktivierung

 

Senioren- und Krankenpflege in Ihrem Zuhause!